(Instrumentelle)
Chiropraktik

(Instrumentelle)
Chiropraktik

Die instrumentelle Tierchiropraktik ist eine spezielle Technik aus der amerikanischen Low Force Chiropraktik. Sie zeichnet sich durch ihre geringe Impulskraft, ihre Sanftheit und die wenigen Kontraindikationen und Risiken aus.

Mittels einer reflex-aktivierenden Untersuchungstechnik, sowie einer gründlichen manuellen Untersuchung lassen sich Subluxationen und deren Ursachen exakt auffinden und behandeln.

Mit dieser Technik besteht die Möglichkeit einen subluxierten Wirbel mechanisch und doch sehr sanft mit einem Impuls, der die hypertensive Grundsituation in und um den subluxierten Wirbel, in die korrekte Position zu bringen, weshalb es ohne klassisches Einrenken und „knacken“ behoben werden kann.

Es wird ein schneller Behandlungsimpuls ausgelöst, welcher durch Rezeptoren ins Nervensystem weitergeleitet werden und den Organismus dazu veranlasst, seine Statik zu verändern.

Durch die kleine Masse wird eine Adjustierung gewährleistet, die das Gewebe nicht verdreht, zerrt oder schädigt, was bei manuellen Praktiken durchaus vorkommen kann.

Der Organismus benötigt für eine Reflexantwort 20 msec. Der Impuls des Gerätes ist ca. 4 msec schnell, also 5x schneller, als die Reflexantwort des Patienten. Selbst bei unkooperativen und widersetzlichen Patienten erfolgt die reflektorische Antwort zu langsam, um eine Adjustierung zu verhindern.

Wichtigkeit der Chriopraktik

Unter einer Subluxation ist eine Fehlstellung/Teilverschiebung zu verstehen, bei der ein oder mehrere Wirbelkörper aus der Gesamtheit der Wirbelsäulenachse heraustreten und den normalen Bewegungsablauf nicht mehr zur Gänze folgen können. Aus jedem Wirbelkörper treten paarweise Spinalnerven aus dem Rückenmark und der Wirbelsäule aus. Jeder Spinalnerv hat sein eigenes Versorgungsgebiet und innerviert Haut-, Muskel-, Knochengebiete sowie innere Organe. Durch diesen gemeinsamen Spinalnerven stehen sie in permanenter Verbindung zueinander. Störungen in den einzelnen Gebieten können eine Subluxation eines Wirbels hervorrufen, ebenso können Wirbelsubluxationen Schmerzen oder Funktionsstörungen an den inneren Organen auslösen.

Bedeutet: kein Anteil kann für sich alleine reagieren oder irritiert sein, ohne die Mitreaktion aller anderen Anteile innerhalb dieses Spinalnervs.

wirbelblockade

Bei einem Trauma kann es zu einer blockierten Stellung im Wirbelgelenk kommen, woraufhin  verfälschte Informationen über die Gelenkstellung an das Gehirn weitergeleitet werden.

Die aufgrund des fehlgestellten Gelenks zur Kompensation der Schutz- und Stabilisationsmechanismen bedingen eine Hypertonie der umgebenen Muskulatur und es entstehen dysfunktionale Bewegungen, wodurch die betroffenen Wirbelgelenke Hypo-/Hypermobil und auch die Bandscheiben unphysiologisch belastet werden und degenerieren.

Weichteilgewebe (Sehnen, Bänder, Gelenkkapseln) werden durch das blockierte Gelenk fehlerhaft belastet und Schmerzrezeptoren werden gereizt. Der Spinalnerv und die Blutgefäße werden durch die Kompression verringert und die durch Reizung von Reflexbögen bedingt nervale Empfangs- und Sendestörung von und zu den innervierten Organen, Gefäßen und Muskeln.

Diese Mechanismen führen auf Dauer zu eingeschränkter Leistung, fehlerhafter Immunabwehr, Erkrankungen und frühzeitigen degenerativen Erscheinungen der zum Spinalnerv zugeordneten Organe.

Die physiologische Antwort auf einen subluxierten Wirbel ist eine Steigerung der Nervenmeldung an Hirn und Rückenmark. Bei Blockierungen kann dies bis hin zu unkontrollierten Signalmeldungen führen, die zu einer Über- bzw. Unterstimulation des Endorgans (Muskel, Drüse, Organ) führen können. Zu lange anhaltender Druck auf den Nerv führt zu einer Nervendegeneration und damit zu einer Abnahme der Innervation der Endorgane, was Muskelatrophie, abnorme Eigenwahrnehmung, gestörte Propriozeption, etc. zur Folge haben kann.

Durch die Degeneration kommt es zu Funktionsstörungen und Ausfällen der betroffenen Gewebe bzw. Organe. Immunschwäche, chronische Erkrankungen, Funktionseinschränkungen oder Gewebedegenerationen sind die Folge.

kompensation & Dekompensation

Ein blockiertes Gelenk wird immer entlastet, egal ob willkürlich vom Patienten oder unwillkürlich vom Organismus. Dies führt zu einer Veränderung der Körperhaltung und somit der gesamten Statik und Dynamik. Es kommt zu einer Mehr- und Fehlbelastung der Strukturen.

Die Fehlbelastung bleibt i. d. R. anfänglich unbemerkt. Hierbei ist aber bereits eine pathologische Kompensationsspirale in Gang gekommen, die ohne therapeutische Einwirkung von außen nicht beendet wird, sondern immer weitere kompensatorische Schäden verursacht.

Durch längeres Fortbestehen der Subluxation kommt es in den nun fehlbelasteten Strukturen zu neuen Blockierungen (Kompensationssubluxationen), welche bei weiterer Fehlbelastung neue Strukturen nach sich ziehen. Gerade im Bereich der Wirbelsäule führt dies oft zu skoliotischen Verkrümmungen und die umliegenden Strukturen müssen sich der neuen Statik anpassen.

 

Ab einer gewissen Anzahl oder Dauer der bestehenden Grundblockierungen und kompensatorischen Blockierungen, kann der Körper diese nicht mehr kompensieren und es wird die sogenannten Dekompensationsphase eingeleitet.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist die Blockierung auch vom Patienten in Form von Schmerzen wahrnehmbar. Durch strukturelle und funktionelle Schäden sind die Schmerzrezeptoren aktiv und versuchen das Gewebe vor weiteren Schäden zu schützen.

In dieser Phase kann der Therapeut nur noch Schadensbegrenzung betreiben.

Die stabile Anordnung der blockierten, pathologischen Statik muss wieder in eine physiologische, unblockierte Statik überführt werden. Dies muss mehrmals korrigiert werden, bis der Organismus sich wieder an die physiologische Statik adaptiert hat.

Therapie

In der Chiropraktik spricht man nicht nur von einem sogenannten „Schmerzgedächtnis“, sondern auch von einem „Gedächtnis der Subluxation“.

Dies bedeutet, dass ein Organismus sich sowohl eine physiologische Wirbelstellung merkt, als auch eine pathologische. Diese „Erinnerung“ versucht den Ursprungszustand sowohl aufrecht zu erhalten, als auch bei Abweichungen immer wieder herzustellen.

Besteht ein pathologischer Zustand über einen längeren Zeitraum (chronisch), wir die physiologische „Erinnerung“ überschrieben und der Organismus versucht alles, den pathologischen Zustand aufrecht zu erhalten.

Somit ist es nicht Zielführend, eine Adjustierung nur einmal durchzuführen, da die Subluxation in kürzester Zeit vom Organismus selbst wieder hergestellt wird.

 

Durch das Einhalten eines bestimmten Behandlungsintervalls, also einer bestimmten Zeitabfolge bei den Adjustierungen, ist es möglich, das „Subluxationsgedächtnis“ zu überschreiben und dem Körper wieder zu einer physiologischen Statik zu verhelfen.

Um das Gedächtnis zu überschreiben sind die vorgegeben therapeutischen Abstände maßgeblich von Bedeutung! Besonders wichtig sind hierbei die ersten drei Folgetermine, die pünktlich eingehalten werden müssen.